- bei diffusem Schmerz und Verspannungen
im Kopf-Hals-Bereich
Funktion des Kiefergelenkes
Mit Hilfe des Kiefergelenks und der
Kaumuskulatur können Sie Ihren Unterkiefer
bewegen, z. B. Öffnen und Schließen des
Mundes, Abbeißen, Kaubewegungen
durchführen. Für eine gute Funktion ist das
richtige Zusammenspiel von Gelenkköpfchen
und -pfanne, der Gelenkzwischenscheibe
(Diskus), dem Bandapparat, der Muskulatur
und der Zähne erforderlich. Ein gesundes
Gelenk und gut arbeitende Kaumuskeln
spüren Sie eigentlich nicht. Erst wenn
Störungen, Schmerzen oder Geräusche
auftreten oder wenn die Kiefergelenkfunktion
gestört ist, nehmen Sie Ihr Gelenk wahr.
Symptome
1. Schmerzen im Kiefer-/ Gesichtsbereich
2. Kiefergelenkgeräusche wie Knacken oder
Reiben treten meist beim Kauen oder Mund-
öffnen auf
3. Eingeschränkte Unterkieferbewegungen
z. B. geringe Mundöffnung oder Bewegungs-
störungen
4. Überbeweglichkeit des Unterkiefers tritt
häufig als "Ausrenken" des Kiefergelenks bei
weiter Mundöffnung (z. B. beim Gähnen) auf.
Im Extremfall kann der Unterkiefer nicht
wieder selbst eingerenkt werden. Hier
können wir sofort helfen.
5. Gelenkentzündung (Arthritis)
6. Nächtliches Zähneknirschen oder Pressen:
Nach nächtlichem Knirschen oder Pressen
wacht man häufig mit schmerzhaften Mus-
kelverspannungen auf, die sich auch als
Kopfschmerzen am frühen Morgen äußern
können. Dabei werden die Kaumuskeln
überlastet. Hier können wir mit einer
Aufbissschiene oder Entspannungs-
übungen gut helfen.
7. Ohrgeräusche (Tinnitus) erklingen gele-
gentlich in Zeiten hoher seelischer Belastung;
sie werden auch mit Überbelastung der Kie-
fergelenke in Zusammenhang gebracht.
Craniomandibuläre Dysfunktionen
Craniomandibuläre Dysfunktionen bezeich-
nen die Folgen der Fehlstellung zwischen
Schädel (Cranium) und Unterkiefer (Mandi-
bula).
Kiefergelenkknacken, Zähneknirschen
und -pressen, Kopfschmerzen, Nackenver-
spannungen und selbst Tinnitus (Ohrgeräu-
sche) können Symptome dafür sein,
dass im wahrsten Sinne des Wortes
"der Biss nicht stimmt".
In unserer Praxis wird nach sorgfältiger
Diagnosestellung die Vorbehandlung
durchgeführt, je nach Ursache z. B. mit
speziellen Aufbissschienen der Fehlbiss
korrigiert. Nach Abschluss der Vorbe-
handlung werden dann die evtl. not-
wendigen restaurativen Maßnahmen
geplant und umgesetzt.