Strukturierte Fortbildungen
"Ästhetische Zahnmedizin"
2009
Masterkurs auf der Basis
des Clinical Reasoning und
Zertifikat der Akademie für
Zahnärztliche Fortbildung
Karlsruhe der Landeszahn-
ärztekammer Ba.-Wü.
Prothetik - Zahnersatz
Die Zahnlücke
Wenn ein Zahn zu stark zerstört ist
oder eine große Entzündung im Kiefer
vorliegt, muss er entfernt werden.
Dieser fehlende Zahn schränkt nicht nur
die Kaufunktion ein, er belastet auch das
ausgewogene Verhältnis der Zahnreihen,
der Kaumuskulatur und des Kiefergelenks.
Die Folge sind Fehl- und Überbelastungen
im Kiefergelenk, das mit erheblichen Teilen
der übrigen Körpermuskulatur in Verbindung
steht. So kann eine kleine Zahnlücke der
Grund für chronische Rücken-, Nacken- oder
Kopfschmerzen sein. Zudem fördern offene
Zahnlücken, kippende Nachbarzähne oder
vom Gegenkiefer hineinwachsende Zähne
durch Nischenbildung Karies und
Zahnfleischentzündung.
Folgende Möglichkeiten kommen für die
Schließung einer Zahnlücke in Betracht:
- ein festsitzender Zahnersatz
(z.B. eine Brücke)
- ein herausnehmbarer Zahnersatz
(z.B. eine Teilprothese)
- ein kombiniert festsitzend-
herausnehmbarer Zahnersatz
(z.B. wenn mehrere Zahnlücken auf einmal
versorgt werden)
- ein Implantat (z.B. beim Einzelzahn)
Festsitzender Zahnersatz
Gründe für den Einsatz von Kronen
Kronen werden meist notwendig, wenn mehr
als drei Viertel der gesunden Zahnsubstanz
zerstört sind. Die Vorstufe ist oft eine
übergroße Füllung, unter der sich erneut
Karies ausgebreitet hat, sodass keine
erneute Reparatur mehr möglich ist.
Aber auch die Ästhetik und Korrektur der
Zahnform und Zahnfarbe ist oft ein Grund,
dass Zähne überkront werden.
Grundsätzlich gilt: Die beste Krone und
Brücke ist nur so gut wie das darunter-
liegende Fundament. Auch Entzündungen
des Zahnfleisches und des Zahnhalte-
apparates müssen zuvor behandelt werden.
Denn nur gesundes Zahnfleisch gibt Zähnen
guten Halt – vor allem, wenn sie überkront
werden sollen.
Unter Zahnersatz werden sämtliche Maß-
nahmen verstanden, die der vollständigen
Wiederherstellung eines lückenhaften Ge-
bisses dienen. Die Ursache der fehlenden
Zähne sind vielfältig, meist mussten sie
wegen starker Karies oder Zahnfleischer-
krankungen gezogen werden. Aber auch nach
Unfällen oder bei fehlender Zahnentwicklung
kann ein Zahnersatz nötig werden.
Der Zahnersatz ist erforderlich, um die Kau-
funktion wiederherzustellen und mögliche
Folgeschäden zu vermeiden. Dabei können
Folgeschäden an den verbleibende Zähnen,
in den Kiefergelenken, am Kieferknochen
oder in der Kaumuskulatur entstehen.
Aufgrund eines fehlenden Zahns kann es
z. B. zu Zahnkippungen, Zahnwanderungen,
Knochenabbau oder Kiefergelenkbeschwer-
den kommen. Auch die Ästhetik spielt eine
wichtige Rolle beim Zahnersatz, da gerade
fehlende Frontzähne oder eingefallene
Wangenbereiche den Gesichtsausdruck
nachteilig verändern können.
Unser zahntechnisches Labor:
Bei schwer beschädigten oder fehlenden
Zähnen ist prothetischer Zahnersatz meist
unumgänglich. Gerade bei fehlenden Zähnen
kommt es durch das Fehlen des Gegen-
bisses zu Kippungen und Veränderungen
des Kieferknochens.
Gemeinsam mit Ihnen können wir einen
Behandlungsplan erarbeiten, der Ihren indivi-
duellen Voraussetzungen entspricht.
Unser praxiseigenes Labor kann eine Viel-
zahl von zahntechnischen Lösungen bieten.
Durch unser zahntechnisches Labor bieten
wir für Sie den vollen Vor-Ort-Service für
jeden prothetischen Zahnersatz.
Gewährleistung:
Auf den von uns gefertigten Zahnersatz
übernehmen wir eine über den gesetzlichen
Rahmen liegende Garantie (der Gesetzgeber
fordert zwei Jahre). Die Garantiezeit kann für
jeden Patienten nur individuell bestimmt
werden. Sie steht im engen Zusammenhang
zur Ausgangssituation, dem Zahnbefund
und der Bereitschaft zur Prävention,
also der individuellen Vorsorge durch
prophylaktische Maßnahmen.
Behandlungsspektrum:
- Kronenversorgungen (Vollkeramik oder
Metallkeramik)
- Brückenversorgungen (Vollkeramik oder
Metallkeramik)
- Prothetik auf Implantaten
- Totalprothetik bei Zahnlosen
- Teilprothetik bei Lücken
- Konuskronen-Technik
- abnehmbare Brücken
- Vollkeramikbrücken (Cercon)
Veneers
Die Lösung für ästhetische Probleme aller
Art, lückig stehende Zähne, Verfärbungen,
unbefriedigende Zahnformen, geringfügige
Fehlstellungen etc. Was ist ein Veneers?
Ein Veneers ist eine hauchdünne Keramik-
schale (ca. 0,3mm dick), die mit einem
bestimmten Klebeverfahren auf den nur ge-
ringfügig beschliffenen Zahn aufgeklebt wird. Wo liegen die Vorteile?
Sehr geringer Verlust an gesunder
Zahnsubstanz, natürliche Transluzenz,
perfekte Ästhetik, keine spätere
Verfärbung wie bei Kunststoffen,
metallfrei daher biologisch gut
verträglich.
Herausnehmbarer Zahnersatz
Notwendigkeiten von Prothesen
Eine Prothese ist ein herausnehmbarer
Zahnersatz. Sie wird notwendig, wenn man
aufgrund eines Zahnverlustes die Kau-
funktion nicht mehr durch einen fest-
sitzenden Zahnersatz wiederherstellen kann.
Je nach Ausmaß des Zahnverlustes unter-
scheidet man zwischen Teilprothesen, wobei
die verbliebenen Zähne der Verankerung
dienen, und Vollprothesen, wobei keine
eigenen Zähne mehr vorhanden sind.
Teilprothesen
Die einfachste Möglichkeit eine Teilprothese
sicher an den restlichen Zähnen zu ver-
ankern, besteht in der Anwendung
gegossener Klammern. Ein Vorteil der
Klammer ist, dass kariesfreie oder wenig
zerstörte Zähne zur Aufnahme einer
Klammer im Allgemeinen nicht überkront
werden müssen. Allerdings werden diese
Zähne durch die Klammern auch zusätzlich
belastet. Diese Klammern sind meist in der
Front sichtbar, so dass Sie ästhetische
Einbußen in Kauf nehmen müssen.
Doppelkronen / Konusprothese /
Abnehmbare Brücke
Dies ist eine klammerfreie Prothese, die aus
Innen- und Außenkronen besteht. Auf dem
Zahnstumpf sitzt eine Metallhülse (Innen-
krone, meist aus Gold). Darauf steckt die
eigentliche Krone (Außenkrone, Teleskop),
die Teil des herausnehmbaren Zahnersatzes
ist. Dieses Stecksystem ist sehr ästhetisch
und im Fall eines weiteren Zahnverlustes
erweiterungsfähig. Mit Kombinations-
prothesen aus festsitzenden und heraus-
nehmbaren Prothesen lässt sich die beste
Ästhetik und Funktionalität erreichen.
Zähne des Restgebisses werden durch
spezielle Überkronungen oder unsichtbare
Verankerungselemente als Halt genutzt.
Die Prothese rastet dann über ihr
Verbindungselement präzise.
Totalprothesen (Vollprothesen)
Totale Prothesen werden dann angefertigt,
wenn in einem Kiefer keine eigenen Zähne
mehr vorhanden sind. Diese Situation der
Zahnlosigkeit stellt Zahnarzt und Zahn-
techniker vor ganz besondere Probleme:
Denn es gibt keine Anhaltspunkte mehr
bezüglich Größe, Form, Stellung, Länge
der Zähne und Lage der Kauebene. Zudem
ist die Saugkraft der Schleimhaut das
einzige Halteelement der Prothese. Heute
ist es vielfach möglich, auch ungünstige
Kieferformen mit stark reduzierten Kiefer-
kämmen mit einer gut sitzenden und
einwandfrei funktionierenden Totalprothese
zu versorgen. Dies geschieht zum einen
durch sorgfältige Ausdehnung der Prothesen-
basis – des Bereichs, der die Schleimhaut
bedeckt – und zum anderen durch die
Abstimmung der Prothese auf das
funktionelle und mimische Muskelspiel
des Patienten.
Der zahnlose Kiefer
Individuelle Behandlungsmöglichkeiten
Die klassische Versorgungsmöglichkeit eines
zahnlosen Kiefers ist eine Totalprothese.
Jeder Kiefer ist einzigartig. Somit ist
jedes „Gebiss“ ein Meisterstück der Zahn-
technik. Eine totale Prothese liegt dem
Kieferkamm auf und ersetzt die fehlenden
Zähne sowie Zahnfleisch. Falls der Kiefer-
kamm noch gut ausgebildet ist, kann der
Prothesenhalt ausreichend sein. Bei unzu-
reichendem Halt der Prothese kann mit
Implantaten der Kaukomfort erheblich
verbessert werden. Eine Totale Prothese
gibt es in verschiedenen, ästhetischen
Ausführungen.
- Die Basisversorgung besteht aus
Standard-Zahnfleischfarbe und
Standard-Kunststoffzähnen.
- Individualisierung „light“:
Der Zahnfleischkunststoff wird
in zwei Farben individualisiert.
- Individualisierung „medium“:
Der Zahnfleischkunststoff wird
in drei Farben individualisiert.
- Individualisierung „strong“:
Der Zahnfleischkunststoff wirkt
wie natürliches Zahnfleisch.
Zusätzlich kann:
- mit einem sogenannten Gesichtsbogen-
registrat die richtige Position der
Oberkieferzähne bzw. des gesamten
Oberkiefers in Bezug auf das Kiefergelenk
bestimmt werden.
- auf Wunsch jeder Zahn im sichtbaren
Bereich einzeln geschichtet und somit
farblich wie ein natürlicher Zahn
ausgearbeitet werden.
- die Zahnstellung nach Wunsch verändert
werden. Hiermit kann eine Fehlstellung
vorgetäuscht werden.
- ein „Goldzahn“ oder ein Diamant oder
ähnliches eingebaut werden.
Prothetik
Präparation der Pfeilerzähne
Auf Wunsch der Patientin wurde
eine neue provisorische Versorgung
mit der passenden Form angefertigt
Intraorale Kamera
Zahnersatz
keramische Restauration Brücke:
Veneers: Der GN-I-Spinel-Farbton passt
sichden gebleichten Nachbar-
zähnen sehr gut an.
Teilprothesen
Doppelkronen / Konusprothese /
Abnehmbare Brücke
Konusprothese: abnehmbare Brücke mit
kunsstoffverblendeten Konuskronen ohne
Transversalbügel im Gaumenbereich