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Professionalisierung:

Visuelle Imageartikulationen.

Untersuchungen von Werbeanzeigen für Zahnärztliche Produkte in den Jahren 1950 – 2000.

In meinem laufenden Dissertationsprojekt untersuche ich systematisch und auf der Grundlage ausgewählter bildlicher Quellen des Printmedienbereichs die visuelle Repräsentation des Zahnärztestandes in der jüngeren Geschichte der Bundesrepublik. Vor dem Hintergrund der Kultur- und Medizingeschichte werden dabei die ermittelten Dokumente mit den Methoden der Visuellen Kommunikation in qualitativer, aber zusätzlich auch in quantitativer Hinsicht analysiert.

Durch die angewandten Methoden werden so interpretatorische Kategorien entwickelt und Daten ermittelt, die nicht nur in den Einzelanalysen zu aussagekräftigen Resultaten führen, sondern auch in der vergleichenden Gegenüberstellung der Jahrzehnte deutlich machen, wie und in welcher Weise das gegenwärtige Bild des Zahnarztes in der deutschen Öffentlichkeit Schritt für Schritt entstand, in welchen Korrelationen es zur Gesellschafts-, Medien- und Professionalisierungsgeschichte stand und mit welchen signifikanten visuellen Konnotationen es im Laufe der Jahrzehnte aufgeladen wurde.

Die kritische Dekonstruktion der jeweils zeitbedingten Stereotype, Muster und Werte sowie der medialen und ästhetischen Darstellungsformen möchte so im Endergebnis einen Beitrag sowohl zur qualitativen Sozialforschung als auch – aus letztgenannter Perspektive – zur interdisziplinären Professionalisierungsforschung liefern. Darüber hinaus: Indem die gezielte Kreation eines berufsständischen Images über fünf Jahrzehnte minutiös nachgezeichnet und in seinen Details analysiert wird, werden zugleich auch die vielfältigen Widerspiegelungen besagter Stereotype, Muster und Werte im öffentlichen Bewusstsein bis hin zur Gegenwart kritisch hinterfragt und deutlich gemacht.